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Ein Abschied für immer
DER ZUG IST ABGEFAHREN. Fast sechzig Jahre nach seiner Errichtung weicht der Westbahnhof geduldig einer neuen Ära und trägt sein Schicksal mit Würde. Ein Nachruf.
Seit ich denken kann, habe ich eine besondere Beziehung zum Westbahnhof gehabt. Die Freude, auf Sommerfrische zu fahren, die Abschiedstränen meiner Mutter und die Gewissheit, dass meine Großmutter mir all die vielen Stationen vorhersagen würde, um mir die dreistündige Fahrzeit zu verkürzen. Diese Idylle wurde erst einige Jahre später zerstört, als in unmittelbarer Umgebung kein Stein mehr auf dem anderen blieb. Das alte Hotel Wimberger musste das Feld räumen zugunsten einer neuen „Bettenburg“, die so anonym und nichtssagend ist, wie alle anderen Hotels, die sukzessive in der Nähe des Bahnhofs entstanden. Das Schicksal nahm seinen Lauf.
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