
editorial
Liebe Leserinnen und Leser!
Wir machen großen Bahnhof. Auf mehr als zehn Seiten geht es in dieser Ausgabe um Bahnhöfe. Während sich Architekt Eric Steiner, der den zur Bahnhofcity mutierten Westbahnhof geplant hat, im Interview mit Barbara Jahn fragt, wohin die Entwicklung der Bahnhöfe geht, hat Ilse Huber die Antwort darauf gefunden: Das reine Verkehrsgebäude Bahnhof hat ausgedient, der Hybridbahnhof von heute muss Hotels, Shopping Malls und Büros bieten und drängt die Reiseinformationen an den Rand.
Beim zukünftigen neuen Hauptbahnhof wird das nicht anders werden, wie Manuela Prusa recherchiert hat, und auch der Bahnhof Wien-Mitte bekommt einen stolzen Überbau mit Mischnutzung. Aber bei diesem Projekt ist man ja schon froh, dass es überhaupt realisiertwird, nachdem beinahe zehn Jahre lang daran herumgeplant und gestritten wurde.
Auf einen Architektur-Rundgang zu historischen und zeitgenössischen Bahnhöfen lädt unsere Architekturexpertin Iris Meder ein und sie stellt sich die Frage, was eigentlich aus den klassischen Bahnhofsrestaurants gewordenist.
Paris – die Stadt der Liebe? Nicht nur. Paris ist auch eine Stadt, deren Bewohner unter den stark steigenden Mietpreisen leiden und die sie zur Abwanderung in die Vorstädte zwingt, wo sozialer Wohnbau kaum ein Thema ist. Die Banlieues sollen nun von ihrem schlechten Image loskommen und städtebaulich aufgewertet sowie infrastrukturell an das Stadtzentrum angeschlossen werden, wie Irene Mayer-Kilani und Ilse Huber berichten.
Dass die französische Hauptstadt über eine spannende Designszene verfügt, hat Barbara Jahn auf ihrem Streifzug entdeckt. AproposBarbara Jahn: Wir sind stolz, mit ihr die Gewinnerin eines von der italienischen Keramikindustrie verliehenen Journalistenpreises in unserem Team zu haben. Was beweist, dass city – das magazin für urbane gestaltung für Qualität bürgt!
Viel Freude beim Lesen wünscht Ihnen
Roland Kanfer

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