Kongressbad (Alle Fotos Iris Meder)

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Strandferien in der Stadt

ARCHITEKTUR Die Sommerbäder von Wien und Umgebung bieten jede Menge Außergewöhnliches, Besonderes und sommerlich Bezauberndes – von historischen Kurbädern und Militär schwimmschulen bis zu den Sportarealen und Wettkampfbecken des Roten Wien.

Am Anfang waren die Heilbäder. Erhalten haben sich mit Vöslau und Fischau am nördlichen Rand der „Thermenline“ zwei Badeanstalten aus dem frühen 20. Jahrhundert, die dank ihres Kurort- Charmes öfter auch als Filmsets dienen. Dort schwimmt man zwischen alten Holz-Umkleiden in den als Becken mit Kiesboden gefassten kühlen Quellteichen.

In derselben Zeit entstand das Thermalstrandbad Baden. Art-Déco- Bleiglasfenster im Foyer und die Umkleiden sowie Sand und Palmen im Freien evozieren ein altertümliches Adria-Gefühl. Etwas weniger mondän badet man im Kamptal, das um die Jahrhundertwende eine kurze „Hausse“ als Sommerfrische erlebte. In den träge dahinfließenden Kamp mit seinem samtig-lehmigen Boden steigt man am stilvollsten im Flussbad Langenlois, entstanden um 1900, oder im reizenden kleinen Bad von Plank mit seinen charakteristischen rotweiß gesteiften Kabinengebäuden aus dem Jahr 1928.

Vor wenigen Jahren neu angelegt wurden die eleganten Holzplattformen des Moorbades Schrems, entworfen von Thomas Konrad und Jakob Fina, und die von Hans Kupelwieser geplante Plattform des Seebades Lunz, die auch als Seebühne genutzt wird.

 

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